ChromeOS und Offline

Fragen über ChromeOS auf Chromebooks
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mwildam
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ChromeOS und Offline

Beitrag von mwildam » Fr 22. Mai 2020, 22:20

Webbutterfly hat geschrieben:
Fr 22. Mai 2020, 21:49
Hmmm... mal nachdenken...
Google-Docs-Dokumente liegen in der Cloud... mit einem Browser deiner Wahl kannst du dich auf jeden Rechner in dein Google-Konto einloggen und das Dokument in GoogleDrive bearbeiten (absolut kein Chromebook notwendig), geht sogar am Smartphone (wenn's sein muss). Erstellst du es offline, wird es automatisch mit der Cloud synchronisiert sobald du wieder online bist...
Du kannst es mit mehreren Personen bearbeiten und teilen... als PDF oder auch als docx für Windose jederzeit auf deinem Rechner downloaden.... usw.

Erstellst du auf deinem PC ein Dokument mit Libreoffice, so liegt das nur auf deinem PC und nur mit deinem PC kannst du es bearbeiten. Nu, du kannst es auf einen Stick speichern und mitnehmen, aber, du brauchst noch immer einen anderen PC auf dem Libreoffice auch installiert ist, sonst kannst du es nicht öffnen. Bist also um einiges mehr von System abhängig.
Also ich habe mit Google Docs schon am PC und am Handy/Tablet gearbeitet und das verhält sich da gar nicht gleich.

Am PC sieht das bei mir so aus:
screen-0522-220750.png
- wenn ich das Dokument in Google Docs erstelle. Wenn ich ein beliebiges zB LibreOffice-Dokument hochlade, kann ich mir das von dort wieder holen. Aber ich kann es zB auch nicht online mit Google Docs bearbeiten. Das geht nur mit den Dokumenten, die ich über Google-Docs angelegt habe und die kann ich aber wiederum nicht direkt zB mit LibreOffice bearbeiten. Außerdem ist der Google Drive auch kein Sync, so wie das bei einer NextCloud ist. Wenn ich auf Google Drive etwas speichere, dann liegt das dort. Die Integration zumindest aus Ubuntu geht nicht über einen Sync-Client, sondern der Google Drive integriert sich wie ein Filesystem, das gemountet wird. Vermutlich verhält es sich am ChromeOS eher so wie am Smartphone, wo in der Tat das Verhalten auch anders scheint.



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Re: ChromeOS und Offline

Beitrag von mwildam » Fr 22. Mai 2020, 22:26

Ich finde an sich Google Docs von den Funktionen her ja wesentlich besser als O365, aber letztendlich finde ich eine NextCloud mit dem Sync-Client am PC und der NextCloud-App am Smartphone die beste Option, wenn man die Flexibilität plus Offline-Funktion haben will. Da gibt es einerseits die lokale Kopie, mit der man immer arbeiten kann und andererseits werden die Dokumente auch in der Cloud verfügbar (und wenn man denn dann noch ein OnlyOffice oder Collabora dazu hat auch online editierbar).

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Re: ChromeOS und Offline

Beitrag von mwildam » Fr 22. Mai 2020, 22:28

Blöd finde ich halt auch diese Extension-losen Formate - ich meine, man sieht nicht einmal, ob das jetzt ein Spreadsheet oder ein Dokument ist.

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Re: ChromeOS und Offline

Beitrag von Webbutterfly » Sa 23. Mai 2020, 09:46

Hello Martin

Unsere Sicht darauf ist halt sehr unterschiedlich... du bist ein IT-Vollprofi und ich versuche das aus der Sicht eines absoluten DAU's zu sehen,
Alles was du hier beschreibst ist ja völlig richtig, für einen User, der mal im Internet surft, seine Fotos ansehen und teilen will, die E-Mails am großen Bildschirm lesen und hie und da ein "Dokumenterl" verfasst, ist das völlig irrelevant...
Meistens weiß er nicht mal auf welchen Betriebssystem er ist und verwendet in vielen dingen sein Smartphone (WhatsApp :twisted: )
Und, da bin ich der Meinung, dass ein Chromebook das geeignetste und auch das sicherste Notebook für solche User ist.
Es ist ganz einfach "deppensicher" und wenn was schiefgeht, einfach ein Powerwash und 5 Minuten später ist alles wieder so wie es war... um Updates braucht er sich nicht kümmern, kommt einfach automatisch...
Und... was sehr wichtig ist, die Daten sind immer sicher in der Cloud, ohne um sich um ein Backup kümmer zu müssen, es geht nichts verloren.
Verstehe mich nicht falsch, ich kann dich absolut verstehen, nur du solltes versuchen dich in die Denkungsweise eines totalen Unwissenden zu versetzen.

Ich hab da eine Menge Erfahrung, betreue ich doch so einige, vor allem Ältere, das wird so vieles gar nicht verstanden und oft sind es simple Sachen, die ich erkläre, wo es dann heißt: Na so etwas gibt es auch, das habe ich gar nicht gewusst.

Hier gibt es einen Artikel: 6 Gründe, warum Chromebooks flexibler sind als Du denkst
Natürlich so gesehen, wie ich es beschrieben habe...

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Re: ChromeOS und Offline

Beitrag von mwildam » Sa 23. Mai 2020, 21:59

Versteh mich auch nicht falsch, ich finde ein großes Smartphone mit ordentlicher Tastatur und ordentlicher Bildschirmgröße durchaus auch attraktiv. Und für die üblichen "Default-Anwendungsgebiete" (E-Mail, Web, ...) auch voll ok. Aber es gibt auch einfach gestrickte Anwender, die dann aber mit anderen Zusammenarbeiten müssen oder selbst am Arbeitsplatz dann noch einen "normalen" Stand-PC haben und dann genauso Verständnisprobleme haben, warum das mit dem Editieren einmal so und einmal so ist. Und wie gesagt, unter Ubuntu den Google Drive einbinden, das verhält sich wie ein entferntes Dateisystem und nicht wie ein lokales Verzeichnis, das sich in die Cloud synchronisiert (und mit letzterem Gedanken können sich viele besser anfreunden).

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Re: ChromeOS und Offline

Beitrag von Webbutterfly » So 24. Mai 2020, 12:37

Hmmm.... ich versteh dich nicht falsch, ich kann nur da Ganze nicht so nachvollziehen, wie du es meinst...
Ein "Goole-Dokument" kann ich logischer Weise nur in GoogleDrive bearbeiten... wie ein Libreoffice-Dokument nur in Libreoffice ;)
Mit Ubuntu gibts da kein Problem, weil ja das Dokument im Browser > GoogleDrive geöffnet wird, somit ist es für alle gleich.
Hab da ein Video gemacht: Ubuntu 20.04 auf Google angemledet und Firefox
Mit einem Chromebook ist das eigentlich noch einfacher, weil's da ja direkt läuft.

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Re: ChromeOS und Offline

Beitrag von mwildam » So 24. Mai 2020, 23:40

Also erstens funktioniert das bei mir so nicht (bin noch auf Ubuntu 18.04, denke aber nicht, daß das damit was zu tun hat). Schalte ich auf Firefox (mein Default an sich), öffnet sich zwar der Browser, aber mit einer leeren Seite. Schalte ich um auf Chrome, geht Chrome auf, sagt aber, er findet die Datei nicht. - Mime Type der Datei: application/vnd.google-apps.document
Und zwar egal, ob ich das Dokument mit oder ohne .doc anlege (jeweils über den Browser).
Lege ich hingegen ein File lokal über den eingetteten Google Drive (so wie bei Dir) an, dann öffnet er mir das auch immer lokal mit der Anwendung und nie mit dem Browser in Google-Docs. Es ist dann aber auch der Mime-Type ein anderer.

Wenn ich über den Browser ein neues Dokument anlege, ist es immer ohne File-Extension. Ich habe die nun so wie Du dazugeschrieben, das hat aber an dem Effekt nichts geändert.

Also jetzt egal, ob ich ein IT-Experte bin oder nicht, ist das verwirrend.

Noch wüster finde ich: Anlegen eines .odt über Ubuntu im eingebetteten Google-Drive. Doppelklick im Browser bringt eine nicht editierbare Voransicht. Überdie rechte Maustaste kann ich auswählen, das mit Google Docs zu bearbeiten. Das geht auch, allerdings wandelt er es automatisch in offenbar ein anderes Format um und legt es ohne Dateierweiterung nochmal ab. Jetzt hab ich 2 Trümmer - eines noch alt und eines in der neuen Version. Dabei weiß ich nun überhaupt nicht einmal, wie groß die Datei ist und kriege das mit nichts anderem auf. Wenn ich das über den Browser runterlade, schreibt er sogar kurz hin "Konvertiere in Word" bzw "Konvertiere in Excel" für ein Spreadsheet. Oida, soweit kommts noch, daß aus meinem .odt dann nach dem Editieren in Google Drive ein .docx wird.

Aber selbst, wenn das so, wie bei Dir auch bei mir unter Ubuntu funktionieren würde, daß er aus dem Google-Drive das mit dem Browser öffnen würde, habe ich ja dann das komische Google-Docs-Format. Und im Gegensatz zu den M$-Formaten kann ich das auch nicht mit LibreOffice öffnen.

Und wieso ist das eigentlich logisch, ein Google-Doc nur in Google Drive zu bearbeiten?
Wieso kann das nicht in einem Format gespeichert werden, das ich so und so öffnen und bearbeiten kann?
Wir haben uns bei Microsoft über das propriätere Format aufgeregt, dann muß das fairer Weise auch für Google gelten!
Und ein docx in O365 kann ich auch online bearbeiten oder runterladen und lokal bearbeiten. Gleiches gilt für ein NextCloud mit OnlyOffice oder Collabora.
Dateianhänge
screen-0524-145536.png

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Re: ChromeOS und Offline

Beitrag von Webbutterfly » Mo 25. Mai 2020, 09:36

Ich denke, wir sollten das Thema hier beenden... entgleitet eher in eine andere Richtung.
Es geht hier ja nicht mehr um ChromeOS sondern Datenkompatibilität und eher um Ubuntu.

Ich kann aus meiner Erfahrung nur sagen:
Bin mit meinem Chromebook sehr zufrieden und da ich nicht damit "arbeite" sondern es benutze um, ja, einfache Sachen damit zu machen, hauptsächlich im Wen surfe, kann ich zu diesen Problemen nicht sagen.
Ich würde meinen 60 - 70% aller User würden damit Problemlos zurecht kommen, denn sie machen eigentlich auch nichts anderes...

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